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  • Politik

    Das Wort Politik stammt aus dem altgriechisch und bezeichnet alle Tätigkeiten, die das Gemeinwesen der Stadtstaaten (Polis) betrafen. Im Politik werden Regeln gestellt, die für die Gesellschaft verpflichtend sind. Politische Akteure brauchen im Vorfeld eine Beauftragung. Diese Beauftragung, z. B. ein demokratischer Akt, wie freie Wahlen, anderswo ein Kraftakt, wie eine Revolution, legitimiert nämlich die politische Macht der Akteure.

    Politikwissenschaft

    Ein fester Bestandteil von Politik ist also Macht. Politikwissenschaft sucht nach Antworten, wie politische Macht entsteht, wie sie funktioniert, wie weit sie für die breite Gesellschaft oder nur für einen engen Kreis zugänglich ist. Ob und wie sie Inklusion und Toleranz befördert oder eher Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit verbreitet. Wie weit sie die Sprache, die Begriffe, die Definitionen und sogar unser Denken regelt. Wie sie unsere Freiheiten erweitert oder eher begrenzt.

    Politische Bildung

    Wie Politik ausgeübt wird, welche politische Aktionen akzeptiert werden, variiert vom Land zu Land und hängt alleine von der lokalen Gesellschaft ab. Alle Regel, die die Gesellschaft wertschätzt, werden angenommen und durchgesetzt. Daher ist es wichtig, die Grundwerte einer auf Demokratie, Toleranz und Pluralismus basierten Gesellschaft in der Allgemeinbildung zu verbreiten. So eine politische Bildung dient laut dem Sozialwissenschaftler Wolfgang Sander (1953-) die Erziehung zur Freiheit und gleichzeitig fördert sie die Reflexion und die Mündigkeit der Bürger.

    Politische Ideologien

    Wie genau, nach welchen Grundprinzipien ein Staat gesteuert und die politische Macht geregelt wird, beschreiben die politische Ideologien.

    Der Konservativismus zeigte sich zuerst als der Kampf des Adels gegen den Machtanspruch des absolutistischen Staates. Der moderne Konservativismus bestrebt die Bewahrung der bestehender gesellschaftlicher Ordnung und erzielt eine friedliche Evolution der Gesellschaft, entlang einer bewährter, historisch gewachsener Tradition.

    Der Sozialismus entstand praktisch als eine soziale Bewegung, gleichzeitig theoretisch als Gesellschaftskritik, mit dem Ziel, eine sozial gerechte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung einzurichten. Seine revolutionäre Strömungen sind Kommunismus und Anarchismus. Seine moderne, reformatorische Linie mit einer parlamentarisch-demokratischen Ausrichtung ist als Sozialdemokratie bekannt. Die sozialistische Ideologie bestrebt eine utopistische Gesellschaft, mit den Grundwerten Solidarität und Pluralismus, wo jeder Mensch über die gleiche Chancen sowie über ein gleiches Maß an politischen Freiheit und Wohlfahrt verfügt.

    Der Liberalismus setzt sich für die Verteidigung individueller menschlichen Rechte ein und basiert auf der individuellen und freiwilligen Kooperation von Menschen. Laut der liberalen Ideologie ist der höchste ethische und rechtliche Wert die Menschenwürde: der Mensch ist autonom und daher frei darin, zu handeln und seine eigenen Ziele zu wählen. Weitere Kernwerte sind neben der moralischen Verantwortung und dem freien Willen, dass der Staat durch einen Gesellschaftsvertrag unter Gleichen etabliert ist, und durch den Machtausgleich (Checks and Balances) gesichert wird.

    Der Linksextremismus bestrebt die soziale Gleichheit der Menschen, er will aber den kapitalistischen Staat mit Gewalt abschaffen. Er lehnt also den modernen Verfassungsstaat sowie die freiheitliche demokratische Grundordnung ab. Zu den linksextremistischen Strömungen zählen der Marxismus, der Kommunismus und der Anarchismus, sowie militante und aufständische Einheiten mit antikapitalistischer oder antiamerikanischer Ideologie.

    Der Rechtsextremismus unterscheidet die Menschen aufgrund ethnischer Zugehörigkeit. Rechtsextremisten wollen den modernen Verfassungsstaat mit Gewalt abschaffen und ihn mit einem autoritär geführten Volksgemeinschaft ersetzen, der auf einer bestimmten ethnischen Zugehörigkeit basiert ist. Hauptmerkmale des Rechtsextremismus sind Nationalismus, Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit, Ablehnung von Pluralismus und Präferenz auf Autoritarismus. Rechtsextremisten lehnen den Parlamentarismus und die Rechte der demokratischen Opposition ab und sind gegen der Gewährung von gleichen Grundrechten sowie gegen dem Konzept einer multikulturellen Gesellschaft.